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Cache Kommentar

UPDATE / Ultra Muggel-Erlebnis

UPDATE 02.04.09

Unser umsichtiger und verantwortungsvollster Bürger Kelsterbachs hat wieder zugeschlagen. Dieses Mal hat er offensichtlich antti und uffgerescht erwischt. Er hat laut Loog von antti dieses Mal tatsächlich die Polizei angerufen und die Beiden wurden gefilzt. Wenn es kein Aprilscherz von antti war, dann würde es sich mal anbieten, diesen Muggel freundlich über unser Hobby zu informieren, sonst wird das noch zu einer neverending story. Beim ersten Mal persönliche Zurechtweisung („…BLEIBEN SIE AUF ABSTAND!!“), jetzt direkt Polizeiruf – was kommt als nächstes? Hoffentlich hat er keinen Waffenschein…

Die Geschichte ist ja mal so was von albern…

/UPDATE 02.04.09

—– was bisher geschah, 18.4.2009 —-

Jetzt hat es mich auch mal erwischt, ich hatte ein völlig abartiges Muggel-Erlebnis beim Cachen. Ein so derart hirnrissiges obendrein, dass ich glatt beim Schreiben schon wieder in den Stall rennen und eine Sau erwürgen könnte.
Aber fange ich dann dochmal von vorne an.

Es gibt da einen neuen Cache in der Nähe meines Arbeitsplatzes. Prima, direkt an der Straße, bietet sich doch für den Arbeitsweg geradezu an. T4 – auch fein, ich schau ihn mir wenigstens mal an, wenn es halt nicht mit Anzug geht, dann komme ich nochmal. Gedacht, getan, ich bin vor Ort. Schaue auf das lange Corpus Delicti, und sehe schnell den Cache und erkenne den Grund der Terrainschwierigkeit. Ok, mal ausprobieren… Hmm, von meiner Position aus geht es nicht mit Anzug, also mache ich mich auf, in der Umgebung Hilfsmittel zu finden. Die finde ich auch, einen langen Ast und einen Metallmülleimer. Ich baue das alles auf – reicht immer noch nicht.
Alla hopp, ich entscheide, ich muss mit anderen Klamotten nochmals wiederkommen, dann begann das Dilemma.
Ein Mann nähert sich. Ca. 180 – 190cm groß, zwischen 45 und 55 Jahre alt, grauer, kurzer Vollbart, kleiner blondierter Hund (freilaufend) kommt direkt am Corpus Delicti entlang auf mich zugelaufen. Ja toll, denke ich mir! Das kann ja nur ein anderer Cacher sein; zusammen schaffen wir den Cache bestimmt!
Ich gehe auf den Mann zu, dann beginnt er mit leichtem Dialekt zwischen Ruhrpott und Sauerland mit der Cacher-Polizei-Nummer „BLEIBEN SIE STEHEN! WAS TUN SIE HIER? ICH BIN EHEMALIGER POLIZIST!“ Alles im entsprechenden Ton, der sich bis zum Ende durchzieht – ich spare mir im Folgenden mal die Shift-Taste. Ich grinse – typisches Cacherspielchen, denke ich mir – und sage „Spazierengehen und dort hinten xxxx“.
Er: „Sie sind Herr M… und kommen auf H…,“ (letzteres steht auf der Autonummer, ersteres auf einem Namensschild auf der Beifahrerseite) „und ich beobachte Sie schon seit 10 Minuten – sie wollen Steine stehlen und stecken diese in die Erde nebenan!“.
Ich grinse immer noch – was für bescheuerte Einfälle andere Cacher doch beim Polizei-Spielchen so haben! „Nein, natürlich nicht, ich will doch nur dort hinten xxxx.“ Alles, was ich sage, interessiert ihn nicht die Bohne: „Ich habe Sie beobachtet – Bleiben Sie auf Abstand! – Sie haben Steine von xxxx genommen und in die Erde gesteckt!“.
Ich:“Nein, ich habe bei dem Erdhaufen einen Ast geholt!“
Ab jetzt wurde es absurd – er: „EINE AXT? BLEIBEN SIE AUF ABSTAND! WOLLEN SIE MICH FÜR BESCHEUERT ERKLÄREN?“ (er wurde in seinem Kasernenhofton noch lauter. Sein Hund zitterte.)
Ich: „Nein, keine Axt – einen Ast!“, er: „Eine Axt!“
Kann doch nicht sein, oder?! So langsam treibt es der Cacherkollege auf die Spitze! Ich grinse.
Er: „Warum lachen Sie dauernd? Wollen Sie mich vera***schen?“
Ich: „Das ist das Adrenalin-Grinsen. Dagegen kann man nix machen.“ Ich grinse weiter.
Er: „DIE STEINE! Was glauben Sie, was die Stadt Kelsterbach dazu sagen wird! Und außerdem haben Sie einen Flughafenausweis um, glauben Sie, Sie können dort weiterarbeiten mit einer Vorstrafe?“, „Nein, das wäre schlecht.“, entgegne ich.
Er: „Dann bringen Sie die Steine wieder zurück und ich schaue mir das Ganze später an und entscheide dann, ob ich Sie anzeige – ihren Namen und die Autonummer habe ich ja!“
Mir reicht es langsam, ich bitte ihn höflich um seinen Namen, seinen Ausweis und darum, mit mir gemeinsam auf die Wache zu fahren, um den Sachverhalt in entspannterer Athmosphäre klären zu können. Darauf geht er nicht ein. „Meinen Namen finden Sie morgen unter der Anzeige!“
Ich grinse, „Steinediebstahl….“, das wollte es aber anscheinen nicht hören. Er wirft mir noch andere Dinge an den Kopf und ich beschließe, jetzt offensiv den Cacher zum Beenden der Scharade zu bewegen. „Wer sind Sie denn?“, frage ich, „der Kadett oder der buddeldaddy?“ Scheint nicht zu stimmen, er weicht etwas weiter von mir zurück, als ich ihm folge, besteht er wieder auf Abstand. Ich sage: „Jetzt mal offen, lassen Sie uns das Thema klären – ich bin hier zum Geocachen, wollte dort hinten die Mauer raufklettern…“ (-jha- möge den Spoiler verzeihen…) „… und dort den Schatz heben! Wo ist denn das Problem?“ Er hört’s, sieht mich grinsen, geht breitschultrig weiter zurück. Auf meine Frage, wie es denn jetzt endlich mal „aufgelöst“ werden sollte, entgegnete er wieder: „Bringen Sie die Sachen wieder an Ort und Stelle und ich entscheide später, ob ich eine Anzeige erstatte!“ Spricht’s, dreht sich halb von mir weg und gewinnt Land. Ich beschließe, dass ich es hier mit einem der mittlerweile leider 80%-Pareto-Cacher zu tun habe und dass Deeskalation am besten ist und gehe wieder zurück in Richtung Final. Der Ast und der Mülleimer müssen sowieso noch weggebracht werden. Erledigt.
Der Typ ist weg. Nix mit Klärung. Das Ganze ging so ca. 15 Minuten und ich habe eine Stinkwut, denn so einen bescheuerten Cacher habe ich ja noch nie erlebt!
Also ran an die E-Mail und ans Telefon und die lokalen Cacher mal gefragt, wer das denn sei. Er scheint nicht bekannt zu sein.
Oh Mann, so einen Mist habe ich echt noch nicht erlebt. Wenn es ein Cacher war, dann so ziemlich der größte Vollpfosten, den ich bisher kennengelernt habe; wenn es *kein* Cacher war, sondern ein Muggel, der doch nur mit Zivilcourage gegen die vermeintliche Demontage von städtischem Eigentum vorgehen wollte und zur Selbstverteidigung im Ausbilderstil auf einen dauergrinsenden, ihn offensichtlich nicht ernst nehmenden, unverständliche Namen nennenden und mit einer Axt auf einer Mauer einen Schatz suchen wollenden Cacher losging, dann, ja dann, tut er mir leid… hoffentlich kann der arme Mann noch gut schlafen!
Ich werde Euch auf dem Laufenden halten, falls wirklich eine Anzeige ins Haus flattert!!!

UPDATE 02.04.09

Unser umsichtiger und verantwortungsvoller Bürger Kelsterbachs hat wieder zugeschlagen. Dieses Mal hat er offensichtlich antti und uffgerescht erwischt. Er hat dieses Mal tatsächlich die Polizei angerufen und die Beiden wurden gefilzt.

Die Geschichte ist ja mal so was von albern…

6 Antworten auf „UPDATE / Ultra Muggel-Erlebnis“

Das kann ja wohl nicht wahr sein!
Skurile Geschichte.
Aber nach Cacher hört sich das ja nun nicht wirklich an…

Ich war´s nicht. So deppe kann ich gar nicht sein 😉 Gegen 23:30 Uhr war er aber nicht da…. Weswegen anzeigen, wo ist der Beweis, die Tatwaffe, die Zeugen ??? Was ein Vollpfosten… Die arme Polizei …

Gruß

Buddeldaddy

Herzliches Beileid!

Dass die Kelsterbacher auf den Flughafen nicht gut zu sprechen sind war mir klar, stehen doch an mehren Kreuzungen übergroße(!) Plakatwände „Kelsterbach gegen Fluglärm“. Zudem wird aller Beschilderung zum Trotz gerne von den teuren Flughafenparkhäusern auf „stille Ecken“ in Kelsterbach ausgewichen, um „für die letzten Meter“ Fahrgemeinschaften zu bilden oder ein Taxi zu nehmen.

Aber wenn aufmerksame Bürger sogar feststellen müssen, dass Flughafenmitarbeiter die Lärmschutzeinrichtungen der Stadt Kelsterbach sabotieren wollen…

Das ist ja mal geil. Ich kann ihn schon verstehen. Wenn ich jemanden sehen würde. Der aus einer Mauer Steine klaut und diese in der nähe mit einer Axt vergräbt… ich würde den auch anzeigen….*vor Kopf hau*
Ich glaube micht, daß es ein anderer Cacher war.

Gruß Papa

Die 110 hätte sich sicherlich darüber gefreut, den „verwirrten“ nach Hause zu begleiten. Von Mutti hätte er sicherlich Schimpfe bekommen, wenn die Kartoffeln verkocht wären. Einfach sofort anrufen und von den Bedrohungen erzählen, die der Typ ausgesprochen hat. Ausserdem melden, dass „Gefahr im Verzug ist“ (Bedrohung durch Hund oder den Typen selbst, Beleidung), dann kommen die schon. Kostet zwar Zeit, aber was soll´s.

Also was ich dabei nicht verstehe, wie man minutenlang jemand für einen Cacher halten kann, der keiner ist. Welcher Cacher spielt denn einem anderen so eine Schauspielerei vor?
Wenn bei mir jemand kommt, halte ich ihn prinzipiell erstmal für einen Muggel. Bei Annäherung wird dann ein bisschen mit dem GPS gewedelt. Und wenn der andere Cacher wäre, würde er es erkennen, und wenn nicht, dann ist er ein Muggel.
Cacher sind die Minderheit, nicht die Muggel.

Wenn man einen konkreten Verdacht hat, einfach direkt ansprechen: „Hallo Geocacher“, einfacher gehts nicht.

Und außerdem: fahrt mehr Rad, da gibts keine Kennzeichen 🙂

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